Evolution und Schöpfung

 

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3.5.Wissenschaftlicher Kreationismus

Anhänger des wissenschaftlichen Kreationismus sind darum bemüht, den Anschein zu erwecken, dass sie die evolutionistische Theorien nicht alleine aus dogmatischen Gründen ablehnen. Sie behaupten, sie könnten Evolutionstheorien wissenschaftlich entkräften und sehen sich selbst als Schöpfungswissenschaft, die zwei Hauptanliegen verfolgt:
ein Destruktives und ein Konstruktives.

Das Destruktive besteht darin, Erklärungslücken und andere vermeintliche Defizite der Evolutionstheorie aufzudecken.
Zwar wird behauptet, dass die wissenschaftlichen Beobachtungen im Rahmen der Biologie, Paläontologie und Geologie
mit den Aussagen des ATs übereinstimmen. Den Kreationisten zufolge werden diese jedoch falsch gedeutet - die Erkenntnisse,
die daraus gezogen werden sind nicht richtig.
Ihre eigenen Thesen versuchen sie wissentschaftlich zu untermauern.
Ein Beispiel wäre die These, unsere Erde sei erst wenige tausend Jahre alt.
Dabei berufen sich die Kreationisten nicht nur auf die in Gen verkündeten Ahnenreihen, sondern auch auf "wissenschaftliche " Erkenntnisse :
Bekanntlich entstehen beim radioaktiven Alphazerfall Helium-Atomkerne. Da das Element Helium in der Atmosphäre nur äußerst selten vorkommt, kann dieser Vorgang erst seit wenigen tausend Jahren ablaufen. Somit - so schlussfolgern die Kreationisten- kann die Erde nur wenige tausend Jahre alt sein.
Dieses Argument gründet -wie fast alle kreationistisch-wissenschaftlichen Argumente- auf einem Irrtum.
Wir finden nur so geringe Heliummengen in der Atmosphäre, weil es ständig ins Weltall entweicht. Helium ist zu leicht
um von der Gravitationskraft der Erde gehalten zu werden.

Das konstruktive Anliegen besteht darin, eine über die Aussagen in Genesis hinausgehende Schöpfungstheorie zu entwickeln,
die der Evolutionstheorie als Alternative mit angeblich größerer Erklärungskraft gegenübersteht.

Katharina Albiez & Dorothea Ebi, April 2003 Grundkurs Religion

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